Diese Checkliste hilft bei der Auswahl und Gegenüberstellung von Optionen, ohne sich in Prospekten oder Online-Rechnern zu verlieren. Der Fokus liegt auf einem ausgewogenen Blick auf Nutzen und Risiken, wie er im Management-Alltag üblich ist. Ziel ist eine nachvollziehbare Entscheidungsvorlage statt Bauchgefühl.
PV-Ertrag realistisch einschätzen: Prüfen Sie Standortdaten, Dachausrichtung, Verschattung und historische Wetterreihen statt nur Idealwerte. Nutzen entsteht durch belastbare Ertragsannahmen für Budget und CO2-Planung, Risiko durch zu optimistische Prognosen und daraus abgeleitete Finanzierungen. Dokumentieren Sie Annahmen und lassen Sie Sensitivitäten (z. B. 10–20% weniger Ertrag) durchrechnen.
Solaranlage fürs Einfamilienhaus: Klären Sie Lastprofile, verfügbare Dachfläche, Statik und Netzanschlussbedingungen, bevor Angebote verglichen werden. Vorteil ist eine passend dimensionierte Anlage, Risiko sind teure Nachrüstungen bei fehlenden Vorabklärungen. Achten Sie darauf, ob Gerüst, Zählerschrank-Anpassung und Anmeldung im Angebot enthalten sind.
Solarstrom und Batteriespeicher: Definieren Sie den Zweck (Eigenverbrauch, Spitzenlastglättung, Notstrom) und prüfen Sie Zyklenfestigkeit, Garantiebedingungen und Effizienzkennzahlen. Nutzen ergibt sich aus höherem Eigenverbrauch und flexiblerer Nutzung, Risiko aus Fehlanreizen durch überdimensionierte Speicher oder unklare Einschränkungen im Betrieb. Verlangen Sie transparente Annahmen zu Degradation, nutzbarer Kapazität und Ersatzteilverfügbarkeit.
Wartung von Solarmodulen: Legen Sie Intervalle, Zuständigkeiten und Monitoring fest, inklusive Dokumentation von Fehlermeldungen und Ertragsabweichungen. Vorteil ist stabile Performance und frühzeitige Fehlererkennung, Risiko sind verdeckte Mindererträge durch verschmutzte Module, defekte Wechselrichter oder lose Steckverbindungen. Prüfen Sie, ob Servicewege, Reaktionszeiten und Messprotokolle vertraglich geregelt sind.
Vertragsprüfung vor Unterschrift: Nutzen Sie eine standardisierte Prüfliste für Leistungsumfang, Abnahme, Gewährleistung, Haftung, Kündigung und Zahlungsplan. Vorteil ist Klarheit über Deliverables und Verantwortlichkeiten, Risiko sind Lücken bei Schnittstellen (Elektrik, Dach, IT-Monitoring) oder unklare Eskalationspfade. Achten Sie auf realistische Zeitpläne, definierte Abnahmekriterien und nachvollziehbare Change-Request-Regeln.
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung: Prüfen Sie Zuständigkeiten, Formvorgaben und Ablageorte, damit im Ernstfall Zugriff möglich ist. Nutzen ist Handlungsfähigkeit für Angehörige und klare Entscheidungswege, Risiko sind widersprüchliche Formulierungen oder fehlende Aktualität bei veränderten Lebensumständen. Lassen Sie Dokumente so formulieren, dass sie verständlich, konkret und intern kommunizierbar sind, ohne medizinische Zusagen zu implizieren.
Wasserfilter für Zuhause: Starten Sie mit einer Analyse des Bedarfs (Geschmack, Härte, Leitungsqualität) und klären Sie Filtertyp, Wartungsaufwand sowie Folgekosten für Kartuschen. Nutzen kann bessere Planbarkeit von Qualität und Betrieb sein, Risiko sind falsche Erwartungen oder Hygieneprobleme bei unregelmäßigem Wechsel. Prüfen Sie Zertifizierungen, Durchflussleistung und ob eine fachgerechte Installation erforderlich ist.
Schimmelprävention im Badezimmer: Erfassen Sie Feuchtequellen, Lüftungsgewohnheiten, Wärmebrücken und Abdichtungen, bevor kosmetische Maßnahmen umgesetzt werden. Vorteil ist nachhaltige Reduktion von Schäden, Risiko sind wiederkehrende Probleme durch falsche Ursachenannahmen. Legen Sie messbare Kontrollen fest, etwa Luftfeuchte-Logs, und definieren Sie Verantwortlichkeiten für Lüften, Heizen und Instandhaltung.
